Juli 02, 2017

Stay curious: diese PR-Formate stillen meine Neugier

hypr_stay curious

Always up to date sein ist für einen PRler eine der wesentlichen Grundtugenden. Das heißt in Zeiten der Digitalisierung täglich mehr und mehr zu lesen. Allerdings zwingt dieses Volumen an Informationen und Texten zu einer Veränderung des Leseverhaltens. Wir lesen zunehmend fragmentierter, in immer kleineren Häppchen. Weil mir das einerseits Sorge bereitete –  wann bin ich soweit, dass ich komplexere und längere Texte gar nicht mehr erfasse? – und ich andererseits wissen wollte, wie ich mit der mir zur Verfügung stehenden Zeit umgehe, habe ich mich selbst einmal dabei beobachtet und aufgeschrieben, durch welche PR-Formate, Leitmedien und Influencer ich täglich dazulerne. Wovon lasse ich mich immer wieder inspirieren?

Meine Top 3 der Newsletter

Viele mögen Newsletter ja für ein totgesagtes Medium halten, aber wie das so ist, mit Totgesagten, sie leben länger. Im Ernst,  für mich sind Newsletter, wenn es die richtigen sind, goldwert. Ein guter Newsletter sorgt bei mir für den Überblick, wo sonst nur blankes Chaos herrscht. Er bietet eine Auswahl an Informationen aus dem mich überfordernden Medienangebot. Hier sind daher meine drei wichtigsten Newsletter, die wiederkehrend in meinen Posteingang flattern.

  1. Venture Daily liefert mir tägliche Updates über die Startup-Szene. Dank dieses Newsletters bin ich immer über die neuesten Entwicklungen informiert und nur einen Klick von der Nachricht entfernt. Meine Morgenlektüre zum Kaffee.
  2. MIT Technologie Review ist der englische Newsletter des renommierten M.I.T.-Magazins. Er verbindet Wissen mit Wirtschaft und liefert mir wöchentlich mit den „Weekend-Reads“ die Orientierung zu aktuellen Technologietrends. Eine nicht immer ganz leichte Lektüre, aber definitiv “worth reading“!
  3. Durchgestartet ist die neue wöchentliche Kolumne von Sara Weber, Tech-Redakteurin bei LinkedIn, über die Tech- und Startup Welt. Ein sehr umfangreicher Newsletter, der jede Woche ein anderes Thema detailliert bespricht. Mein neuer Favorit, vor allem, weil ich das wöchentliche Interview so unglaublich gut finde. Danke, Sara!

Jeder PRler sollte Twitter nutzen

Ein weiteres „Must“ für einen PRler sollte Twitter sein. In meinem letzten Blogpost habe ich eine Lanze für Twitter gebrochen und u.a. erläutert, dass Twitter eine großartige Informationsquelle mit unglaublich gutem Content sein kann, sofern man es einmal richtig aufsetzt. Man findet mit der Zeit seine eigenen Influencer. Zugegebenermaßen konnte ich mir die Frage nach meinen derzeitigen Influencern ad hoc selbst nicht beantworten. Deshalb bin ich einfach mal meine letzten Tweets durchgegangen und habe meinen derzeitigen „Top-Influencer“ identifiziert: Steffi Tönjes. Steffi ist unter anderem für den Instagram-Account der Deutschen Telekom verantwortlich und kennt sich bestens mit den Themen Social Media (insbesondere Instagram) und Unternehmenskommunikation aus. Wer ihr noch nicht folgt, sollte das also jetzt machen. Danke für Deine tollen Tweets, Steffi!

Podcasts sind die besseren Hörbücher

Newsletter und auch Twitter haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind kein Nebenbeimedium wie es beispielsweise der Podcast ist. Podcasts sind eine tolle Möglichkeit, irgendwo – auf dem Weg zur Uni, zur Arbeit oder wo auch immer – etwas dazu zu lernen. Wenn die betreffenden Autoren der Podcasts ihr Handwerk nämlich beherrschen, können die spannender sein als mancher Krimi. Außerdem hat man dann noch das Gefühl, die Betreffenden als Personen kennengelernt zu haben. Etwas erfahren, Leute kennenlernen und sogar noch Spaß an persönlichen Storys haben. Das ist mehr als Kinderschokolade kann. Hier meine Top 3:

1. Online Marketing Rockstars

Sehr empfehlen kann ich beispielsweise den Online Marketing Rockstars-Podcast, in dem Philipp Westermeyer wöchentlich namhafte Größen aus der Startup- und Marketingszene einlädt. Philipp finde ich als Interviewer einfach hochsympathisch und seine Stimme überaus angenehm. Die Stimme ist übrigens ein absolutes K.O.-Kriterium bei Podcasts, zumindest für mich. Was man aus dem Podcast mitnimmt? Dass jeder einmal klein angefangen hat und was es braucht, um ein Startup erfolgreich zu machen. Also doch genau das, was jeder wissen will?!

2. Filterblase

Filterblase ist der Podcasts vom deutschen Tech-Magazin t3n. Hier dreht sich alles um digitale Zukunftstechnologien und den Einfluss der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft. Vor allem dann, wenn man mal genug vom Lesen hat, eine gelungene und sehr informative Abwechslung.

3. TalkingDigital

Vielleicht muss ich hier jetzt einen kleinen Disclaimer einbauen, weil Sachar Klein, mein Chef, Mentor und gleichzeitig Chief Attention Officer bei hypr  – und damit auch Betreiber dieser Website – zusammen mit Timo Lommatzsch seit Anfang diesen Jahres eben jenen Podcast macht. Ich möchte ihn hier trotzdem kurz erwähnen. Oder gerade deshalb. Denn ich finde ihn einfach gut. In TalkingDigital geht es um die Auswirkungen der Digitalisierung auf uns und unsere Kommunikation und wie sie sich und wir uns durch sie verändern. Ein überaus spannendes Thema, mit noch spannenderen Gästen. Meine absoluten Lieblingsfolgen? Magdalena Rogl über die digitale Kommunikation bei Microsoft und Philipp Schindera über den digitalen Wandel bei der Telekom.

Stay curious!

Ansonsten informiere ich mich auch durch die üblichen Techmedien wie Wired, VentureBeat oder Mashable. Auch der PRREPORT darf natürlich nicht fehlen. Wer noch andere Empfehlungen für mich hat, möge mir gerne via Twitter davon erzählen. Ich bin für jeden Tipp dankbar. In diesem Sinne: Stay curious!

Max Van Poele ist Attention Manager bei hypr.