Dezember 30, 2016

Selbständigkeit: Die für mich wichtigsten Tools

tools-selbsta%cc%88ndigkeit

2016 habe ich den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Ich habe diesen bisher nicht bedauert sondern freue mich über tolle Auftraggeber, denen ich helfen und Wert für sie schaffen kann; über Abwechslung; über selbstbestimmtes Arbeiten. Ich bin sehr dankbar, dass sich die Dinge besser als erhofft entwickelt haben und möchte all denen, die den Schritt in die Selbständigkeit für 2017 in Angriff nehmen, meine Erkenntnisse teilen und Tipps geben, was mir beim Schritt in die Selbständigkeit geholfen hat.

Ein guter Steuerberater

Nichts war mir wichtiger als ein guter Steuerberater. Vielleicht weil ich zu naiv war und mich zu wenig informiert habe, was ich alles zu beachten habe. Vielleicht aber eben auch, weil ich mir gesagt habe: Ich möchte mich zu 100 Prozent auf meinen eigentlichen Job und meine Auftraggeber konzentrieren können. Alles, was mich ablenkt und zu viel Aufmerksamkeit kostet, stört meine Produktivität. Also habe ich nicht nur einen Steuerberater, der meine Buchhaltung macht, sondern mich auch in Sachen Rechtsfragen, Altersvorsorge etc. berät.

Scanbot

Mein Steuerberater und ich haben folgenden Modus entwickelt, damit meine Belege schnellstens bei ihm landen: Ich fotografiere meine Belege mit der App Scanbot. Diese erzeugt innerhalb weniger Sekunden ein hochauflösendes pdf. Dieses lade ich einen Ordner in meinen Google Drive hoch, auf den mein Steuerberater ebenso Zugriff hat wie auch ich. In dieses Drive lade ich auch die Rechnungen, die ich meinen Auftraggebern stelle, hoch, so dass mein Steuerberater am Ende eines jeden Monats alle Unterlagen beisammen hat, um meine Umsatzsteuervoranmeldung vorzunehmen.

Invoiz

Das Gefühl, zum ersten Mal eine Rechnung stellen zu dürfen, war großartig. Zugleich hatte ich aber keine Ahnung, was alles in einer Rechnung aufgeführt sein muss und wie eine Rechnung grundsätzlich auszusehen hat. Invoiz hat mir sehr beim Erstellen von Rechnungen geholfen. Mit diesem Tool, das nur wenige Euro im Monat kostet, kann jeder innerhalb von Sekunden Rechnungen erstellen.

Newton

Lange habe ich Outlook als Mail-App genutzt. Sowohl auf meinem iPhone wie auch auf meinem Mac. Doch: Je mehr E-Mail-Adressen (meiner Auftraggeber) hinzukamen, desto unübersichtlicher wurde Outlook (vor allem auf dem iPhone). Also bin ich vor einigen Wochen zu Newton gewechselt. Die App bietet sehr viele Funktionalitäten (von denen ich zugegeben gar nicht so viele benötige), ist übersichtlich und funktioniert plattformübergreifend. Nachteil: Newton kostet knapp 50 Dollar im Jahr. Aber die sind es mir wert.

twitter

Vor einigen Wochen habe ich ein kleines twitter-Experiment gewagt. Seitdem weiß ich wieder, wie wertvoll twitter sein kann. Keine volle Timeline (weil ich Angst habe, irgendwas zu verpassen), sondern ausschließlich wertvolle Quellen, die informativ, aussagekräftig und manchmal auch humorvoll sind. Für mich ist twitter so wieder zu einem sehr wertvollen Informationsmedium geworden, das ich gerne nutze, um über die wichtigsten Trends für meine Auftraggeber auf dem Laufenden zu bleiben.

Pocket

Pocket ist seit Jahren für mich ein sehr wertvolles Instrument, das dieses Jahr noch mal massiv an Bedeutung gewonnen hat. Wenn ich meinen twitter-Stream durchleute und zahlreiche spannende Headlines entdecke, mir aber die Zeit fehlt, die Artikel zu lesen, speichere ich sie mit einem Klick bei Pocket ab und habe dann abends oder im Zug (dank W-Lan) genug Zeit, um einige dieser Artikel ausführlicher zu lesen.

Influencer.db

Ich berate mittlerweile einige Unternehmen, die „gerne was mit Influencern“ machen wollen. Einige, das sind meine liebsten Auftraggeber, wollen Fehler vermeiden und suchen dafür Beratung. Niemand, den ich kenne, hat den vollen Überblick über die mittlerweile sehr große Influencer-Szene in Deutschland (geschweige denn international), weil es einfach zu viele Influencer-Szenen gibt: für Beauty, Mode, Autos, Fitness etc. Influencer.db funktioniert für mich sehr gut, weil ich mit einigen Klicks innerhalb weniger Minuten einen guten Überblick bekomme, wer aktiv ist und wie gut die jeweiligen Influencer in ihrer Szene funktionieren.

Snapchat

Wer mir auf Snapchat folgt (wie in fast jedem Network lautet mein Alias sachark) hat festgestellt, dass ich mittlerweile selten aktiv bin. Jedes Mal, wenn Snapchat eine neue Funktion launcht, probiere ich sie aus. Ich will ja meinen Auftraggebern nichts vorenthalten. Besonders wichtig ist Snapchat für mich aber, um Influencer besser zu verstehen. Lediglich auf Snapchat, diese Erfahrung habe ich gemacht, geben sie sich authentisch, unverfälscht und erzählen frei von der Leber weg. Man erfährt, welche Produkte, welche Speisen und Orte sie wirklich mögen und schafft sich so gute Leads.

mytaxi

Nichts ist in meinen Augen peinlicher, als zu einem Termin zu spät zu kommen. Da ich nicht unbedingt im Zentrum Berlins wohne, sind die öffentlichen Verkehrsmittel für mich oft nicht die beste Wahl. Ebenso wenig das eigene Auto, weil gewisse Orte, an denen auch einige meiner Auftraggeber ihren Sitz haben, bekannt dafür sind, dass man keinen Parkplatz findet. Also fahre ich bisweilen Taxi. Speziell, wenn man auf mytaxi setzt (und die Option wählt, dass man nur mit einem 5-Sterne-Fahrer unterwegs sein will) ist das nicht nur der schnellste sondern auch angenehmste Weg von A nach B.

Podcasts

Max Wittrock, Co-Gründer von mymuesli und somit einer meiner Auftraggeber, meinte vor ein paar Monaten zu mir, ich soll Podcasts doch mal wieder eine Chance geben. Es hätte sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Recht hat er (wie fast immer). Vor allem, wenn ich selbst Auto fahre, höre ich Podcasts und lerne so sehr viel. Gerade in der Selbständigkeit finde ich sollte man gut Bescheid wissen, damit hinreichend Auftraggeber sich auch gut beraten fühlen. Welche Podcasts ich regelmäßig höre, werde ich im nächsten Posting verraten.

Was mir noch fehlt:

Notizen

Mir fehlt nach wie vor ein gutes Tool, um Notizen zu erstellen. Gerade wo ich nun in der Selbständigkeit mehr als nur eine Firma habe, für die ich denken muss, möchte ich Gedanken festhalten und brauche dafür ein sinnvolles Werkzeug. Ich habe Vieles probiert, inkl. dem Stift von Livescribe. Bisher habe ich noch nichts gefunden, was mir wirklich gefällt.

Fahrtenbuch

Ich brauche eine App, um unkompliziert ein Fahrtenbuch mit meinem Auto zu führen. Sämtliche Lösungen, die ich bisher ausprobiert habe, waren zu kompliziert und haben dazu geführt, dass ich zu viel Zeit vor dem Losfahren oder nach dem Ankommen im Auto verbringen musste.

Kalender

Ich arbeite nicht nur mit vielen E-Mail-Adressen sondern auch ebenso vielen Kalendern. Leider habe ich keine App gefunden, die mir diese übersichtlich und vor allem zuverlässig anzeigt.