Mai 12, 2016

Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

Sachar_Claim

Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

Facebook stellt diese Frage provokativ und deutlich sichtbar als Poster in seinen Büros den eigenen Mitarbeitern. Menschen, die keine Angst vor dem Scheitern haben, können Großes bewirken: Sie sind der Treiber für Innovationen und manchmal lösen sie sogar politische oder gesellschaftliche Revolutionen aus.

Wer keine Angst vor dem Scheitern hat, kann zum Treiber für Innovation werden

poster-facebook-what-would-you-do-if-you-werent-afraid (1)

Seit knapp sieben Jahren weiß ich, wovor ich Angst habe. Ich meine nicht die Angst vor Krankheiten oder davor, dass einem geliebten Menschen von mir etwas zustößt. Ich meine vor allem Ängste im beruflichen Kontext. Dabei agiere ich im Büro in der Regel furchtlos. Mein Motto lautet: Machen. Und wenn es schiefgeht, dann geht es eben schief. Sehenden Auges werden wir daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen. Wer keine Fehler macht, agiert in einem innovationslosen Raum. Ohne Neugierde und ohne das Experimentieren mit neuen Tools wäre ich nicht der, der ich bin. Dabei strebe ich in allem, was ich tu, nach Perfektion. Aber eben mutig und gerne auch ohne doppelten Boden.
 

Wer keine Fehler macht, schafft auch keine Innovationen

Und trotzdem hatte ich sieben Jahre lang Angst, etwas zu tun, was ich gerne tun möchte: mich selbständig zu machen. Weil ich Lust habe, mit mehr als einem Unternehmen zusammenzuarbeiten. Weil ich das als logischen Schritt für mich empfinde. Weil ich auch als Angestellter immer unternehmerisch gedacht habe. Und nun ist es soweit: Ende der Woche verlasse ich meinen Job bei GLOSSYBOX und fungiere als selbständiger Kommunikationsberater. Ich mache das, wovon ich weiß, dass es richtig ist, wenn ich meine Angst ignoriere. Angst davor, dass ich morgens aufwache und keine Aufgabe habe. Angst davor, dass ich nicht genug geben kann. Angst davor, dass es da draußen nicht genug Unternehmen oder Organisationen gibt, die sich gerne von mir helfen lassen möchten. Diese Angst ist wahrscheinlich und hoffentlich unbegründet, weil es immer wieder in den letzten Jahren diverse Anfragen in diese Richtung gab. Insofern ist das Risiko überschau- und kalkulierbar. Der Unterschied zwischen „Wollen“ und „Machen“ ist enorm, und ich freue mich sehr, dass ich diesen Schritt jetzt gehe und gehen kann.

machen_ist_wie_wollen

Ich habe das große Glück, zuhause die nötige Unterstützung zu erfahren und vor allem in Person meiner Frau jemanden an meiner Seite zu wissen, der mir tagtäglich versucht, meine Angst vor diesem Schritt zu nehmen. Und ich habe auch das Glück, nicht einfach so, sondern mit zwei wunderbaren Kunden starten zu dürfen: GLOSSYBOX und mymuesli. Für GLOSSYBOX werde ich im Rahmen der GLOSSYCON die Themen Influencer Relations und PR betreuen. Bei mymuesli darf ich das Team bei PR, Content und Influencer Relations unterstützen. Und darauf freue ich mich sehr.

Scheitern ist keine Option

 

Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte? Ich würde mich als Kommunikationsberater selbständig machen. Und das tu ich jetzt auch. Weil Scheitern keine Option ist. Wenn es nicht funktioniert, werde ich eine Menge lernen und in ein Angestelltenverhältnis als besserer Kommunikator zurückkehren. Sollte es jedoch funktionieren, was ich so sehr hoffe und wovon ich ausgehe, dann werden meine Kunden und ich sehr erfolgreich sein und eine Menge Spaß dabei haben.